Gabriel Diaz

 
 

Gabriel Diaz ist Regisseur und leitet das „Theater am Ehrenbreitstein“. Das freie Theater unterhalb der Koblenzer Festung wird 2013 von ihm gegründet. „Mit dem Theater am Ehrenbreitstein habe ich mir einen Traum verwirklicht, nämlich auf einer eigenen Bühne Theater zu leben und Literatur lebendig werden zu lassen,“ begründet Diaz diese Weichenstellung.


„Das Theater am Ehrenbreitstein“ hat inzwischen zahlreiche Produktionen auf dem Spielplan. Die Auswahl der Bühnenstücke und die Atmosphäre des Theaters ermöglichen eine hautnahe Theatererfahrung und die Berührung mit einer vielseitigen Bandbreite von Bühnenstücken. Nach der Aufführung von „Gelübde“ nach dem gleichnamigen Roman von Kai Meyer folgt „Der Kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupery. Mit „Sophie Scholl Freiheit“ bringt Diaz seine eigene Bearbeitung des Lebens der Deutschen Widerstandskämpferin auf die Bühne. Weiter inszeniert er „Lovetalk. Der mit den Frauen flüstert“ von Katja Bernhard und Steffen Schwarz und  „Alle sieben Wellen“ von Daniel Glattauer und Ulrike Zemme.


Im Sommer 2014 präsentiert Diaz die Inszenierung von zwei weiteren Theaterstücken. Mit einer Bearbeitung von Nick Woods „Mia“ brachte Diaz erstmals ein politisches Theater zur Aufführung. „Es ist mein persönliches Plädoyer gegen jede Form von Radikalismus und für eine würdige und gastfreundliche Behandlung von Asylsuchenden und Flüchtlingen,“ erklärt der junge Regisseur mit Migrationshintergrund. Am Kultursommer 2014 des Landes Rheinland-Pfalz beteiligt er sich mit „Was Euch Bleibt?!“ Das von ihm mitverfasste Bühnenstück stellt sich der existenziellen Lebensfragen und bemüht sich um sinnstiftende Antworten.


Große Beachtung findet Diaz Inszenierung seines Stücks „La Lupe. La Reina des Desamor“. Nach der Uraufführung am 1.11.2012 im Theater in Caracas in Venezuela wird es dort von den Medien als eine der besten Produktionen des Jahres gefeiert. „Dieses Stück ist ein Feuerwerk der Leidenschaft,“ erläutert Diaz seine Produktion. „La Lupe“ ist seitdem ununterbrochener Bestandteil des Spielplans. Das Stück gastiert 2014 in Miami.


Bis zur Gründung des Theaters am Ehrenbreitstein arbeitet Diaz als Regisseur an verschiedenen Theatern in Deutschland, Schweiz und Venezuela, zunächst als fester, später als freier Regisseur.


Diaz ist in Venezuela geboren. Dort absolvierte er sein Studium und seine Ausbildung zum Regisseur. Während seiner ersten eigenen Schauspielerfahrungen bei „Rajatabka“, der bekanntesten Theatergruppe Venezuelas, gründet er eine eigene Theaterformation. Mit dem „Omphala Theater“ wird er 1997 beim Festival Municipal von Caracas mit sieben Preisen geehrt. Dazu zählt auch die Auszeichnung als „Bester Regisseur“. Zweimal wird er ebenfalls als „Bester Regisseur“ für den begehrten Preis „Marco Antonio Ettegui“ nominiert.


2001 siedelt Diaz nach Deutschland über und lebt dort in Köln. Bei Roberto Ciulli am Theater an der Ruhr und bei Helmut Schäfer am Theater Lübeck vertieft er zunächst seine Theaterpraxis. 2004 beginnt er sein erstes Engagement als Spielleiter und Regisseur am Landestheater Eisenach. Dort bringt er unter großer Beachtung der Öffentlichkeit und der Medien Stücke wie „Endstation Sehnsucht“, „Es war die Lerche“, „Ein Käfig voller Narren“ und „Der Mann von la Mancha“ aus die Bühne. Der Verein der Freunde und Förderer des Landestheaters Eisenach ehrt ihn 2006 mit seinem Förderpreis für sein außerordentliches und künstlerisch wertvolles Engagement.


2008 wechselt Diaz an das Theater in Lübeck. Dort inszeniert er „Klamms Krieg“ und die Uraufführung des Stückes „Schmerztherapie“ von Lauro Forti.

Mit der Spielzeit 2008/2009 beginnt Diaz seine Arbeit als freier Regisseur. Zunächst inszeniert er am Landestheater Eisenach/Meiningen „Hexe Hillary geht in die Oper“ und „The Black Rider“ von Tim Waits. Am Stadttheater Bern bringt er „Die Kopien“ von Caryl Churchill und „Der Gott des Gemetzels“ von Jazmina Reza auf die Bühne.


Es folgt eine Regie im Landestheater Eisenach mit „So oder so – Hildegard Knef“ von Gilla Cremer. 2011 nimmt Diaz Regiearbeiten im Theater Konradshaus in Koblenz auf. Hier bringt er „Zwei wie Bonnie und Clyde“ von Tom Müller und Sabine Misiony, „Es grünt so grün“ von Ingrid Sehorsch, „Damensolo“ von Katrin Redepennig, „Schiller: Ganz oder gar nicht“ von Mirjam Barthel, Armin Jung, Carl Philip von Maldegehm und Friedrich Schiller und „Gut gegen Nordwind“ nach dem Roman von Daniel Glattauer auf die Bühne.


Zwischenzeitig absolviert Diaz eine Weiterbildung zum Aufnahmeleiter beim WDR in Köln.

 

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